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S4/HANA: Must-Have oder Can-Wait?

Wenn eine neue Lösung wie SAP S4/HANA erscheint, fragen sich viele Unternehmen: Müssen wir? Müssen wir nicht? Und wenn ja, was genau? Bei diesen Fragen hilft Daniel Jueterbock, Manager bei PwC.

„Wir machen Beratung, und Beratung bedeutet immer, Zukunft mitzugestalten. Ich spreche aber lieber davon, die Menschen auf ihrem Weg zu begleiten“, sagt Daniel Jueterbock, Manager bei PwC. „Denn Unternehmen haben eine Reise vor sich, und diese hat – wie eine Reise im privaten auch – Höhen und Tiefen. Man spaziert durch eine Stadt und landet in der Sackgasse, findet dort aber möglicherweise ein nettes Restaurant. So entdeckt man auch auf dem Weg, den man mit dem Kunden geht, immer wieder etwas Neues.“

 

Die nächste Stufe

Es sind solche Analogien, die dem 37-jährigen Berater helfen, Unternehmen die Vorteile und Nachteile von SAP S4/HANA zu erklären, das seit 2015 die nächste Generation der SAP Business Suite darstellt und konsequent auf die Anforderungen der digitalen Wirtschaft zugeschnitten ist. Mit der Lösung können Firmen sowohl existierende Prozesse optimieren als auch neue Prozesse realisieren.

 

In diesem Sinne ist SAP S/4HANA als Kern der IT-Architektur eines Unternehmens weniger ein Nachfolger der Business Suite, sondern vielmehr eine neue Produktlinie. Ein Wechsel ist kein Einzelprojekt wie ein Upgrade oder eine Datenbankmigration, sondern bezieht die gesamte IT-Systemlandschaft mit ein.

 

Und wie jeder Wandel wirft auch eine solche Umstellung Fragen auf: Was braucht man als Unternehmen und was nicht? Was ist sinnvoll für das eigene Geschäftsmodell? Welche Lösung ist besser, Cloud- oder On Premise-Variante? Und wie häufig muss man sich einem neuen Release unterziehen?

 

Soll ich’s wirklich machen, oder…?

Wie auch schon bei der Business Suite stehen drei Varianten für einen Wechsel auf SAP S/4HANA zur Verfügung: Greenfield, System Conversion oder Landscape Transformation. Bei der Frage, für welche Variante man sich entscheidet, ist es wichtig, die SAP-Ziel-Architektur zu berücksichtigen. SAP S/4HANA bietet Vereinfachungen in Hinsicht der User Experience, des Datenmodells, des Geschäftsprozesses und der Art, in Zukunft Entscheidungen zu treffen.

 

Und die Zukunft, das ist der Punkt, den Berater wie Daniel Jueterbock im Fokus haben.

 

„Der Kunde steht vor der Marketingmaschinerie der SAP, die besagt, dass 2025 nur noch S4/HANA unterstützt wird, sprich die Bestandskunden sind etwas unter Druck und haben Unsicherheit: Was bedeutet das, auf S4/HANA umzusteigen? Häufig hilft es erst einmal, das Halbwissen der Kunden in den richtigen Kontext der SAP zu rücken“, definiert Jueterbock. „Die Unterschiede bei den Produkten der SAP sind meistens nicht direkt erkennbar, weshalb es hier hilft zu vermitteln, was welche S/4HANA Lösung kann und wann sie einem Kunden nützt. Dann hilft es schon, dem Kunden zu zeigen, dass sich in vielen Bereichen noch nicht viel verändert hat. Somit kann er vorhandenes Wissen besser einschätzen.“

„Aufklärung ist der einzige Weg, Unsicherheit zu beseitigen.“
Daniel Jueterbock

Jueterbock selbst ist Wirtschaftswissenschaftler mit Schwerpunkt Europäische Kulturwissenschaften, hat aber schon zu Studienzeiten Erfahrungen mit SAP-Implementierungen gesammelt. Aus diesem Grund wählte er nach Beendigung des Studiums den Weg in eine Beratungsfirma. Diesen Pfad weiter verfolgend, wechselte er schließlich zu PwC, wo er die beste Möglichkeit sah, sich als Berater weiter zu entwickeln.

 

Quereinsteiger seien nichts ungewöhnliches, so der Hobby-Marathonläufer, allen gemeinsam aber sei, ein gewisses Maß an betriebswirtschaftliches Wissen mitzubringen. Das sei schon von immensem Vorteil. Schließlich befinde man sich ja in einer komplexen Vermittlerrolle: „Wir sind das Bindeglied zwischen einer Fachabteilung und der IT-Abteilung. Diese sprechen in der Regel nicht die gleiche Sprache – wir sind aber die, die beide beherrschen.“

Und so macht sich Daniel Jueterbock immer wieder auf eine Reise. Eine Reise mit Kunden, die für die eine Entscheidung zu SAP S4/HANA eine völlig neuartige Sache ist, oder eine Reise mit solchen, die sich fragen, welches Release für sie sinnvoll ist. Eine Reise, die mal in einer Sackgasse enden kann ­– aber auch immer auch aus dieser herausführt.