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Neue Technologien erfordern Umdenken

Es gibt unzählige Beispiele, wie eng Innovation und Disruption im digitalen Zeitalter zusammenhängen. Das mit Abstand imposanteste ist Facebook. Innerhalb von einem Jahrzehnt wurde das soziale Netzwerk von Mark Zuckerberg nicht nur ein zentrales Kommunikationsmittel für Milliarden von Menschen – es revolutionierte gleichzeitig ganze Geschäftsbranchen. Während sich die digitale Vernetzung im Privaten wie im Beruflichen derzeit weiter verdichtet, zeichnen sich längst zahlreiche neue Technologien ab, die allumfassende gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringen könnten. Unternehmen müssen sich an dieser Stelle fragen: Was wird zum neuen Facebook? Auf welche Entwicklungen lohnt es sich zu setzen? Und gibt es nachhaltige Unternehmensstrategien, um den relevanten neuen Technologien zu begegnen?

„Unternehmen aller Größen und Branchen sollten auf den weiter rasant fortschreitenden technologischen Wandel vorbereitet sein und sich klarmachen, was diese Entwicklung für sie bedeutet.“ Olaf Acker

Neben dem 3-D-Druck-Verfahren, dem das Potenzial für die nächste industrielle Revolution zugesprochen wird, und den sinneserweiternden Tech-Neuerungen Augmented Reality und Virtual Reality zählen auch Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge, der verschlüsselte Finanztransaktionsdienst Blockchain sowie Drohnen und Roboter zu den derzeit am intensivsten diskutierten Trends der nahen Zukunft. Auch die Konferenz „Next Digital Leader Summit“, die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in Kooperation mit WIRED veranstalten wird, widmet sich diesen Kernthemen der Digitalisierung. Rund 100 ausgewählte Studierende der Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsmathematik und des Wirtschaftsingenieurwesens sowie zahlreiche fachübergreifende Speaker und Professionals befassen sich bei der zweitägigen Veranstaltung mit dem Status quo der Digitalisierung in Deutschland und den Herausforderungen, die sich daraus für Unternehmen ergeben.

 

„Die neuen Technologien erfordern ein umfassendes Umdenken der Führungsetagen bei Innovations- und Portfoliostrategien, aber auch bei Akquisitions- und Fusionsstrategien“, sagt Olaf Acker, Leiter des Bereichs Digital Services bei PwC. Er betont: „Unternehmen aller Größen und Branchen sollten auf den weiter rasant fortschreitenden technologischen Wandel vorbereitet sein und sich klarmachen, was diese Entwicklung für sie bedeutet.“

Für die seit Beginn des digitalen Zeitalters zu beobachtende Entwicklung, dass neue disruptive Innovationen in immer schnellerer Abfolge Menschen und Märkte beeinflussen, hat PwC in der Studie „Tech breakthroughs megatrend“ mehrere, zum Teil zusammenhängende Gründe auf der Basis methodisch fundierter Analysen herausgearbeitet. Da wären zum einen die sinkenden Kosten für Technologie und der damit einhergehende leichtere Zugang für Gründer und junge Innovatoren, zum anderen die Globalisierung der Technik durch eine engere, weltweite Vernetzung von Industrie- und Entwicklungsländern. Aber auch der steigende Komfort durch immer benutzerfreundlichere Mobile Devices sowie die Multiplikationseffekte, die aufeinander aufbauende und sich verstärkende Technologien mit sich bringen, fungieren laut PwC als Innovationsbeschleuniger.

 

Mit Künstlicher Intelligenz, Augmented Reality, Virtual Reality, dem Internet der Dinge, Blockchain, 3-D-Druckern, Drohnen und Robotern benennt PwC in der Studie acht bahnbrechende innovative Technologien, die in naher Zukunft die Entstehung verschiedenartiger neuer Berufsfelder nach sich ziehen werden. Doch auch die Kehrseite wird mitgedacht: Eine Vielzahl der bestehenden Jobs könnte dank neuer Technologien verschwinden. So prognostizieren in einer weltweit durchgeführten Umfrage unter CEOs 56 Prozent der Führungskräfte, dass der steigende Einsatz von Robotern ihre Belegschaft in den nächsten fünf Jahren reduzieren wird. „Die acht essenziellen technologischen Neuerungen erfordern eindeutig eine entsprechende Änderung in der Personalstrategie“, sagt PwC-Digital-Experte Olaf Acker.

 

Zuerst erschienen auf wired.de