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Ecosystem to Human –

wie ein neues Marktverständnis die Wirtschaft revolutioniert

Fokus auf B2C oder B2B? Diese Frage ist gar nicht mehr so wichtig, wenn man sein ganzes Ökosystem nutzt, um die Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen. Mit Ecosystem to Human lässt sich die Mission umfassender denken und gezielter ausführen.

Das gesamte Unternehmens-Ökosystem einbinden: Ecosystem to Human revolutioniert die Wirtschaft.

Als die Bezirksregierung von New York ihre Schulen vor möglichen Sicherheitslücken der Collaboration-Software Zoom warnte, mit deren Hilfe Lehrer ihre Schüler im Lockdown unterrichteten, reagierte Konkurrent Microsoft sofort und optimierte seine Lösungs-Plattform Teams in einer Taskforce auf die Anforderungen der New Yorker. Ehe die Warnung vor Zoom wieder zurückgenommen werden konnte, gewann Teams bereits mehr als 100.000 neu registrierte Nutzer.

 

So dynamisch ist der Markt für Lösungen, mit denen die Kommunikation zwischen einer Organisation als Entität und den Individuen, die sie tragen, gemanagt wird. Dazu gibt es einen relativ jungen Begriff: Ecosystem to Human oder E2H.

 

Die klassische Supply-Chain greift zu kurz

 

Der Begriff ist so jung, dass selbst Google darauf noch keine gute Antwort weiß (Stand Juni 2020). Zurückzuführen ist er auf eine Untersuchung von Prof. Julian Kawohl von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und Denis Krechting von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen. Sie kamen in ihrer 2020 veröffentlichten Studie mit über 1.000 befragten Managern deutscher Unternehmen zu der Erkenntnis, dass klassische Supply-Chains und Customer-Relationships den tatsächlichen Kommunikationsströmen zwischen Produzenten und Konsumenten nicht mehr entsprechen.

 

Traditionell werden solche Beziehungen in Geschäftsprozessen zwischen Unternehmen (Business to Business = B2B) oder zwischen Anbietern und Individuen (Business to Consumer = B2C) eingeteilt. In der Realität operieren heutige Supply-Chains längst vertikal integriert und bedienen ein Geschäft, in dem die Nachfrage des Konsumenten auf das Angebot des Herstellers und wiederum auf die Anforderung an den Lieferanten zurückschlägt. Da die jedoch nicht immer in einer festen Reihenfolge stehen, sondern als großes Ganzes gesehen werden, kämpfen deshalb beispielsweise seit Jahren die Logistik-Verbände darum, den Begriff Supply-Chain endlich durch den Terminus Supply-Network zu ersetzen. Man spricht hier also ganzheitlich über ein Ökosystem, in dem es nicht mehr relevant ist, wer welches Attribut des Produkts oder Services liefert, sondern von dem Geflecht an Unternehmen, die ein Teil davon sind. Dieser Begriff betrachtet jedoch nur die Anbieterseite, die hier aus mehreren Unternehmen zusammengesetzt ist.

 

Was ist Ecosystem to Human?

 

Um die Kunden in diesem Konstrukt einzubinden, kann man nun E2C benennen – Ecosystem to Consumer. Das Ökosystem der Supply-Chain interagiert mit dem Demand – der Nachfrage – des Konsumenten. Hier ist es nicht relevant, ob das Unternehmen traditionell einen B2B- oder B2C-Fokus hat – der Fokus liegt stets auf dem Menschen. Da der Konsument jedoch nicht mehr lediglich die Nachfrage bestimmt, sondern mehr und mehr als Persönlichkeit mit individuellen Bedürfnissen gesehen wird, ist der Faden zu E2H gesponnen.

 

Das Prinzip Ecosystem to Human verlangt einerseits, dass ein gemeinsames Ökosystem bestehend aus unterschiedlichen Partnern untereinander funktioniert und andererseits wie eine homogene Entität gegenüber dem Individuum operiert. Oder anders: Wer auf Amazon einkauft, greift eigentlich auf die Angebote eines Vertriebspartners zurück, wird aber von allen Anbietern mit Vorschlägen nach den bisher bekannten Präferenzen und Kaufinhalten bedient. Das Ökosystem (Amazon und Partner) tritt wie eine Einheit gegenüber dem individuellen Käufer auf und bietet ihm dadurch ein unkompliziertes Einkaufserlebnis, orientiert an seinen Bedürfnissen.

Auf dem Markt tummeln sich viele, die Unternehmen erfolgreich durch das digitale Zeitalter führen wollen. Welchen Mehrwert liefert PwC?

 

Der Wettbewerb ist extrem groß, aber ich bin überzeugt: Weder reine Strategieberater noch reine Technologieberater können die Komplexität großer Transformationsprojekte heute und in Zukunft meistern. Mit unserer Devise „From Strategy through Execution“ sind wir am besten aufgestellt. Unsere Erfahrung zeigt, dass die größten Herausforderungen drei wichtige Angelpunkte haben: Business, Experience und Technology. Wir haben diesen Ansatz „BXT-Modell“ genannt. Neue Geschäftsmodelle entstehen immer aus der Kombination von Geschäftssinn, Kundenerfahrung und der Integration von Zukunftstechnologien. Wir verstehen das Geschäft unserer Kunden und die Relevanz einer umsetzbaren Strategie. Wir nutzen Technologie von Robotics über Künstliche Intelligenz bis hin zu vernetzten Internet-of-Things-Plattformen. Unsere Erfahrung erlaubt es uns, eine Strategie end-to-end umzusetzen. Und vielleicht, ganz nebenbei, die Welt etwas zu verändern.

 

Stichwort Experience: Wo steckt der X-Faktor?

 

Überall. Experience steht für den Menschen, sein Erleben und seine Erfahrungen. Er fragt nach Design, das wirkt. Und nach Kreativität, die die Vision eines Unternehmens verkörpert. Dazu brauchen wir neue Talente und engere Zusammenarbeit. Wir denken bei neuen Talenten sofort an neue Kollegen mit MINT-Schwerpunkt. Sie sind ohne Zweifel extrem wichtig für uns. Aber sie beantworten nicht die Frage, wie Menschen mit Technik umgehen. Wir haben begonnen, Teams aufzubauen, die in der Lage sind, den Wettbewerbsvorteil für unsere Kunden wahr werden zu lassen. Man stelle sich vor, ein Data Scientist, ein Cyber Specialist, ein Berater, ein Programmierer und der Endkunde treffen aufeinander und bauen innerhalb von einer Woche eine Cyber-Security-App – von der ersten Idee über den Prototypen bis hin zur Umsetzung. So schnell und effizient muss es heute funktionieren. Diese Teams brauchen physischen Raum für Innovation. Diesen geben wir ihnen in unseren Experience Centern.

Florian Nöll

Director der Startup-Initiative NextLevel und Leiter Digital Services bei PwC Deutschland

Den Markt besser verstehen

 

Diese Entwicklung bedeutet, dass Marketing und Vertrieb ihre klassischen Kommunikationskonzepte überdenken müssen. Denn für den Kunden ist es intransparent, dass sich der gesamte Lieferprozess in einen On-Demand-Prozess umkehrt. Was er registriert und dementsprechend auch schätzt, ist ein individueller Mehrwert. Mit diesem Verständnis unterstützt das Team um Florian Nöll, Director der Startup-Initiative NextLevel und Leiter Digital Services bei PwC Deutschland, Unternehmen bei der Ausrichtung auf eine kundenzentrierte Marketingstrategie. „In Deutschland wird das E2H-Prinzip besonders bei Startups positiv gelebt. Sie argumentieren häufig nicht für das Produkt, sondern für die Individualität“, so Nöll. Kollaboration innerhalb der Supply-Chain, Transparenz und eine kundenzentrierte Handlungsweise sind in diesem Bereich USP – Unique Selling Propositions – und unterstützen ein erfolgreiches Unternehmenswachstum.

 

Auch du willst Unternehmen bei der Umsetzung des E2H-Prinzips unterstützen? Dann werde jetzt Teil des PwC-Teams um Florian Nöll. Zusammen arbeitet ihr daran, den Wandel zu einer ökosystem-fokussierten Wirtschaft zu vereinfachen. Das Zusammenbringen von Startups, Corporates und Investoren liegt hierbei im Fokus, um die Veränderungen in der Wirtschaft gemeinsam anzugehen und zu innovieren. Auf unserer Jobbörse findest du alle offenen Stellen.

 

Der ursprüngliche Artikel wurde auf t3n veröffentlicht und kann hier gelesen werden.